Sanktionen

Sanktion berechnen

Verstehe deine Rechte und berechne mögliche Kürzungen nach § 31a SGB II.

Wichtig: Sanktions-Reform seit 23.4.2026 — dieser Rechner zeigt das Stufenmodell

Bei Arbeitsverweigerung (zumutbare Arbeit ablehnen) gilt seit dem 23. April 2026 100 % Vollsanktion ab dem ersten Mal (§ 31a Abs 7 SGB II) — der ganze Regelsatz wird gestrichen, nur die Kosten der Unterkunft (KdU) laufen weiter.

Dieser Rechner zeigt das alte 10/20/30 %-Stufenmodell, das weiterhin für andere Pflichtverletzungen (Eingliederungsmaßnahme, Reha-Verweigerung, etc.) und Meldeversäumnisse gilt.

Wenn du eine Sanktion wegen Arbeitsverweigerung mit 100 % bekommen hast — lies die volle Erklärung mit deinen Rechten und überprüfe ob es wirklich Arbeitsverweigerung war (nicht jede Pflichtverletzung rechtfertigt Vollsanktion).

Deine Situation

Wichtige Informationen

Seit dem Bürgergeld-Gesetz 2023

Die maximale Kürzung betraegt 30% des Regelsatzes. Kosten der Unterkunft werden nicht mehr gekürzt.

BVerfG-Urteil 2019

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass Sanktionen über 30% verfassungswidrig sind.

Rechtliche Grundlagen

  • § 31 SGB II - Pflichtverletzungen
  • § 31a SGB II - Beginn und Dauer der Minderung
  • § 32 SGB II - Meldeversaeumnisse

Sanktion vom Jobcenter? Pruefe deine Rechte

Das Jobcenter hat dich sanktioniert? In den meisten Faellen lohnt sich ein Widerspruch — wir zeigen dir, wann eine Sanktion rechtswidrig ist und wie du sie anfichst.

Was sind Bürgergeld-Sanktionen?

Sanktionen sind Kürzungen des Regelsatzes, die das Jobcenter bei Pflichtverletzungen verhaengen kann (§ 31 SGB II). Seit der Reform 2023 ist die maximale Kürzung auf 30% begrenzt — frueher waren bis zu 100% moeglich. Die Kosten der Unterkunft (KdU) duerfen nicht mehr gekürzt werden.

Wann ist eine Sanktion rechtswidrig?

  • Keine Anhoerung vor Erlass des Bescheids (§ 24 SGB X) — pflichtwidrig
  • Wichtiger Grund lag vor (Krankheit, Kinderbetreuung, Familienangehoerigen-Pflege)
  • Massnahme war unzumutbar (z.B. uebermaessig weit, gesundheitsschaedlich)
  • Frist abgelaufen — Sanktion muss innerhalb von 6 Monaten verhaengt werden
  • Form-/Begruendungsfehler im Sanktionsbescheid

FAQ Sanktion

Wie lange dauert eine Sanktion?

In der Regel 1 Monat bei Meldeversaeumnis, 2 Monate bei zweiter Pflichtverletzung, 3 Monate bei dritter und weiteren Pflichtverletzungen.

Bekomme ich Geld zurück wenn ich Widerspruch einlege?

Ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung — du musst ggf. einen Eilantrag beim Sozialgericht stellen. Bei Erfolg wird die Sanktion rueckwirkend zurückgenommen und das Geld nachgezahlt.

Was ist die "Meldepflicht"?

Du musst zu allen Terminen erscheinen, zu denen das Jobcenter dich vorlaedt — z.B. Beratungsgespraeche, Massnahmen-Termine. Versaeumst du einen Termin ohne wichtigen Grund, drohen 10% Kürzung für einen Monat (§ 32 SGB II).

Verstoesst eine Sanktion gegen die Verfassung?

Das BVerfG hat 2019 (1 BvL 7/16) entschieden: Sanktionen über 30% sind verfassungswidrig. Die Reform 2023 hat das gesetzlich umgesetzt. Volle Streichung des Existenzminimums ist nicht mehr moeglich.

Sanktionsbescheid erhalten?

Lade ihn zur KI-Prüfung hoch — wir zeigen dir in unter einer Minute, ob die Sanktion rechtmaessig ist und erstellen dir den Widerspruch.

Rechtsgrundlage: § 31, § 31a, § 32 SGB II — Pflichtverletzungen + Sanktionen